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Bedeutung von Bündner Gewässer

1. September 2020

In unserer aktuellen Wasser-Serie wird die Bedeutung des Wassers für den Kanton Graubünden thematisiert. Interessante Fakten zur Wasserkraft, über Seen bis hin zu Gletschern erfahren.

Im Jubiläumsjahr setzen wir den Schwerpunkt auf das Thema Wasser. In unserer Wasser-Serie, publiziert in den Zeitungen Südostschweiz, dem Bündner Tagblatt und der La Quotidiana, beleuchten wir das Thema Wasser in all seinen Facetten. Mit der Sensibilisierung zum Umgang mit dieser wertvollen Ressource setzen wir nachhaltig Zeichen.

Fakt 1: Der Kanton Graubünden ist über seine Flüsse sowohl mit der Adria als auch der Nordsee und dem Schwarzen Meer verbunden und liefert rund einen Fünftel der in der Schweiz produzierten Wasserkraft.

Fakt 2: Wasserkraftwerke sind bedeutend für die Bündner Volkswirtschaft. 75 Prozent des in Graubünden produzierten Stroms werden jährlich in die übrige Schweiz und das Ausland exportiert, was einem Marktwert zwischen 300 und 600 Millionen Franken entspricht.

Fakt 3: Graubündens Produktion von Mineralwasser generiert einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Franken. Dabei gehören die Bündner Mineralwasser zu den bekanntesten und beliebtesten im Land.

Fakt 4: In Graubünden gibt es über 600 Seen. Viele dieser Seen sind das Ergebnis des Abschmelzens der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit vor rund 11'000 Jahren. Auch Erdrutsche und Bergstürze können zur Bildung von Seen führen. Der Caumasee in Flims ist ein Beispiel dafür.

Fakt 5: Graubünden gilt zu Recht als das Wasserschloss der Schweiz – auf dem Pass Lunghin, auf der Grenze zwischen den Gemeinden Surses und Bregaglia, liegt der wichtigste Wasserscheidepunkt von Mittel- und Westeuropa. Von diesem Punkt fliesst nach Norden die Julia über den Rhein bis zur Nordsee und damit in den Atlantik. Nach Süden erreicht das Wasser der Mera den Po und in der Adria das Mittelmeer und nach Osten fliesst der Inn in die Donau und das Schwarze Meer.

Fakt 6: Gletscher sind nach den Ozeanen die grössten Wasserspeicher der Erde. 70 Prozent des weltweiten Süsswassers ist in ihnen gespeichert. Doch dieses Süsswasserreservoir ist bedroht. Seit 1916 verlor beispielsweise der Morteratschgletscher mehr als zwei Kilometer Eisfläche, jährlich durchschnittlich 44 Meter an Länge.

Fakt 7: Die Schweizer Bevölkerung verbraucht im Durchschnitt rund 160 Liter Wasser pro Tag.

Einige Tipps, wie sich Wasser und als angenehmer Nebeneffekt Geld sparen lassen:

  • Beim Zähneputzen, Händewaschen und Einseifen den Wasserhahn abstellen.
  • Duschen statt baden. Eine volle Badewanne benötigt 140 bis 200 Liter Wasser, eine Dusche zwischen 20 und 40 Liter.
  • Salat, Obst und Gemüse in einer Schüssel und nicht unter laufendem Wasser waschen.
  • Regenwasser sammeln und anstatt Trinkwasser für das Pflanzengiessen verwenden.

Fakt 8: Seit dem 15. Jahrhundert reisen Menschen in die Bündner Berge, um sich mit heilendem Thermalwasser behandeln zu lassen. Unter Thermalwasser versteht man natürliches, meist mineralisiertes Grundwasser mit einer Quellenaustrittstemperatur von über 20 Grad Celsius. Die positive Wirkung des warmen Wassers kann beispielsweise eine Muskelentspannung, die Gelenkentlastung und eine Zunahme der Durchblutung des Körpers bewirken.