Wasser Animation

MortAlive

Nicht zusehen, sondern handeln! Wir setzen mit unserem Jubiläumsprojekt nachhaltig Zeichen. Deshalb ermöglichen wir das Vorprojekt «MortAlive».

Gletscher sind faszinierend, formen unsere Landschaft. Sie sind wichtige Wasserspeicher, elementar für die Zuflüsse in unsere Gewässer. Doch der Rückgang der Gletscher ist allgegenwärtig, das ewige Eis scheint doch endlich. Graubünden ist von der Gletscherschmelze besonders stark betroffen, sind in unserem Kanton, neben den Walliser und Berner Alpen, die meisten Gletscher zu finden. Wir sind uns bewusst: Als Bank alleine können wir die Gletscherschmelze nicht stoppen. Aber wir können die Forschung in diesem Bereich unterstützen. Und wir können für die Thematik sensibilisieren und helfen, konkrete Lösungen zu finden.

Wichtiger Beitrag an die Forschung

Wir unterstützen im Bereich der Forschung das Vorprojekt «MortAlive» des Glaziologens Felix Keller. Zu diesem Vorprojekt gehört die Testanlage auf dem Corvatsch im Engadin. Im Herbst 2020 ist dort der Betrieb der ersten grösseren Schneiseil-Anlage geplant. Die Daten und Erkenntnisse daraus fliessen in das geplante Grossprojekt auf dem Morteratschgletscher ein. Eine Machbarkeitsstudie zeigt: «Wenn es gelingt, eine Fläche von 0.8 km2 mittels Schmelzwasser-Recycling technisch zu beschneien und diese Fläche jeden Sommer schneebedeckt bleibt, würde der Morteratschgletscher nach 10 bis 15 Jahren nicht mehr kürzer werden.»

Innovation aus Graubünden

Die Fachhochschule Graubünden (ehemals Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur) reichte das Projekt unter der Leitung von Dr. Felix Keller (Academia Engiadina, Samedan, FH Graubünden) bei der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) ein. Das Projekt ist bewilligt und Innosuisse beteiligt sich an den Kosten. Die Forschungsgelder wurden für die Entwicklung der Seilklemme, der Schneidüsen und für die Seilaufhänger mit Eisbehang gesprochen. Eine Herausforderung bildet insbesondere die Verankerung wegen dem Permafrost.

Technologie «swiss made»

Für die technische Beschneiung wird ein neuartiges System entwickelt: NESSy ZeroE (Neues Energieeffizientes Schneisystem). Mittels Schneiseil und Luftdruck kann der Schnee direkt über dem Gletscher auf der gewünschten Fläche verteilt werden. Die Industrie-Partner Bartholet Maschinenbau AG, Flums, und Bächler Top Track AG, Emmenbrücke, sowie das Institut für Thermo- und Fluid-Engineering der Fachhochschule Nordwestschweiz haben dieses Schneisystem zum Patent angemeldet. Es ist ein KTI-Projekt des Bundes, der Kommission für Technik und Innovation.

Weltweite Strahlkraft

Ohne Gletscher, kein Wasser. Die Gletscherpflege mit Schnee aus Schmelzwasser-Recycling könnte weltweit langfristig Lebensgrundlagen sichern sowie Migrationsströme mildern oder gar verhindern. Menschen in betroffenen Gebieten könnten von der Entwicklung des NESSy-ZeroE-Schneiseils profitieren.

Auch im Bereich der Sensibilisierung setzen wir Zeichen. Wie wir das tun werden, kommunizieren wir im Jubiläumsjahr 2020.